Skandinavienreise 2018 – Tag 1 (5. August 2018)

Der erste Tag führte uns mit der Bahn zum Flughafen München, von dort zum Flughafen Oslo und weiter in die Stadt. Nach dem Einchecken im Hotel suchten wir ein Lokal für das Abendessen.

Am Vormittag ging es mit dem Taxi zum Innsbrucker Hauptbahnhof. Der Eurocity von Italien war sehr voll. Eine Reservierung wäre keine schlechte Idee gewesen, aber wir konnten zwei Sitzplätze ergattern. In Jenbach, Wörgl, Kufstein und Rosenheim füllte sich der Zug immer noch mehr, dass junge Leute zum Teil schon am Boden saßen. In München Ost wechselten wir in die S8 zum Flughafen, die erholsam schwach besetzt war.

Am Flughafen gingen wir zu unserem bevorzugten Restaurant, dem Italiener Bagutta im Terminal 2. Danach war bereits das Check-in möglich, die Schlange am Norwegian-Schalter war erfreulich kurz. Auch beim Gate erwischten wir eine Zeit mit wenig Andrang, dass es auch hier schnell ging. Die Wartezeit überbrückten wir mit Lesen und Blog Verfassen.

Der Flug verging mit den gleichen Beschäftigungen recht flott. Im Landeanflug wirkten die Lichtverhältnisse unter einer dickeren Wolkendecke wie in einer fortgeschrittenen Dämmerung, wofür es noch zu früh gewesen sein dürfte. Dies wird vermutlich am flacheren Einfallswinkel des Lichts in den höheren Breiten gelegen sein.

Die Landung war etwas stressig. Ich hatte das Gefühl, dass das Flugzeug etwas schief aufgekommen ist und korrigiert werden musste. Auf das Gepäck mussten wir ziemlich lange warten, unsere Koffer waren unter den letzten, die auf das Förderband der Gepäcksausgabe kamen.

Wir nahmen den „normalen“ Zug ab dem Bahnhof des Flughafens Arlanda. Die „Flughafen-Expresszüge“ oder wie sie hier heißen kosten in der Regel etwa das Doppelte und sind nicht allzu viel schneller. Außerdem habe ich es gerne, wenn ich zum Einstimmen im Zug bereits die Leute des Landes sehe und deren Sprache höre.

Statt zum Hauptbahnhof (Oslo S) fuhren wir gleich das kurze Stück bis zur nächsten Station beim Nationaltheater weiter, weil ich bemerkt hatte, dass diese nicht weit von unserem Hotel Bondeheimen liegt. Das Hotel – laut Inschift in der Lobby aus dem Jahr 1913 – ist sympathisch altmodisch, aber die Zimmertechnik ist auf einem aktuellen Stand und die Schallschutzfenster sind nagelneu.

Nach einem Durchschnaufen begaben wir uns zum nächstgelegenen Restaurant von jenen, die bei mir im Michael-Müller-Reiseführer Norwegen einen guten Eindruck erweckt hatten und preislich laut Beschreibung im bezahlbaren Bereich angesiedelt sind. Das palästinensische Restaurant Habibi war gar nicht so leicht zu finden, weil es in einer in einem Innenhof situierten Kneipengasse liegt. Dafür war die Qualität unserer Speisen so gut wie im Führer beschrieben, Lammeintopf bzw. Lammspieße jeweils mit Salat, Bulgur, Fladenbrot und Tsatsiki. Der Preis, ca. 65 Euro für zwei Hauptspeisen, ein Cola und ein Bier, dürfte für norwegische Verhältnisse im akzeptablen Bereich liegen.

Königsschloss

Am Heimweg war es in kurzen Ärmeln schon etwas frisch, aber noch erträglich. Dafür wurden wir mit einem schönen Sonnenuntergang hinter dem Königsschloss belohnt. Um 10 Uhr hörten wir ein Glockenspiel von einem der Türme des Rathauses, wobei ich sehr erstaunt war, wie nahe dies bei unserem Hotel liegt.

 

Dieser Beitrag wurde unter Reisen, Skandinavien abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert