Skandinavienreise 2018 – Tag 2 (6. August 2018)

Am zweiten Tag machten wir noch eine erste Erkundungstour zum Hafen und nahmen danach an einer Stadtwanderung teil. Am Nachmittag besuchten wir mit dem Oslo Pass drei Museen auf der Halbinsel Bygdøy, am Munchmuseum waren wir zu spät. Für das Abendessen gingen wir in den neuen Stadtteil Aker Brygge nahe des Rathauses.

Das Frühstück war gut, die Auswahl am Buffet für uns zufriedenstellend, das Publikum um uns sehr international. Danach machten wir eine Erkundungstour entlang des Hafens, zuerst bis zum Astrup Fearnley Museum des berühmten italienischen Architekten Renzo Piano. Danach gingen wir wieder zurück zum Rathaus, weiter an der Festung Åkershus vorbei zum Opernhaus der Architekten Snøhetta und dann zum Hauptbahnhof. Dort bei einem großen Bronzetiger war um 10 Uhr Treffpunkt der englischsprachigen Führung der „Free Walking Tours Oslo“.

Die Führerin Anne-Marie erzählte mit großer Theatralik interessante und amüsante Geschichten zum Bronzetiger und einem Hammer vor dem Bahnhof, zum Opernhaus und dem in Bau befindlichen neuen Munchmuseum am Hafen, der Altstadt und den verschiedenen Rathäusern im Laufe der Zeit, zur Festung Åkershus, zum Rathaus, in das wir auch hineingehen konnten, zum Nationaltheater und zu Henrik Ibsen sowie zum hier Storting genannten Parlament.

Danach haben wir in einer Subway-Filiale zu moderaten Preisen einen kleinen Imbiss zu uns genommen und anschließend in der Touristeninformation im Bahnhofsgebäude Oslo Passes erstanden. Diese gibt es für 24, 48 und 72 Stunden und berechtigen zur Benützung des gesamten öffentlichen Verkehrs in Oslo (einschließlich Fähren zu Inseln im Oslofjord) und zum Eintritt in zahlreiche Museen.

Da die Wetter-App meines Vertrauens (Wetter Online) eher schlechtes Wetter vorhersagte, nahmen wir die Straßenbahnlinie 12 zum Rathaus und von dort die Fähre zur Museumshalbinsel Bygdøy. Da das Wetter noch passabel war, stiegen wir beim ersten Anleger aus, von wo es nicht weit zum Freiluft-Volkskunstmuseum bzw. Bauernhöfemuseum ist. Dort gibt es nicht nur von verschiedenen Regionen Norwegens hierher versetzte Bauernhöfe, Ställe, Scheunen, Kornspeicher und Sennerhütten zu sehen, sondern auch alte Schulgebäude, eine aus originalen Gebäude zusammengestellte Kleinstadt und – für mich das Highlight – eine hierher versetzte Stabkirche zu sehen.

Danach ging es ein kleines Stück weiter zum Wikingerschiff-Museum, in dem zwei vollständige Wikingerschiffe ausgestellt sind, dazu kommen noch Schifffragmente, Wägen, Kutschen und andere großteils geschnitzte Objekte.

Von dort war es ein etwas längerer Spaziergang zu den anderen Museen, immer vorbei an hübschen, Wohlstand ausstrahlenden Holzvillen. Dort besuchten wir das Museum mit dem Polarschiff Fram, das für mich äußerst beeindruckend war. Über Stiegen und Rundgänge um das Gebäude mit zahlreichen Informationsangeboten erreicht man das Deck der Fram, von dem aus man in einem Rundgang den Bauch des Schiffes mit dem kompletten Inventar erforschen kann. So kann man gut nachvollziehen, wie beschwerlich längere Fahrten aufgrund der drückenden Schwüle und der schlechten Gerüche gewesen sein müssen, wobei letztere teilweise imitiert werden.

Zurück ging es mit dem Bus Nr. 30 mit einen zehnminütigen Zwischenhalt bei einer Endstelle zum Hauptbahnhof. Von dort nahmen wir die T-Bane (Tunnelbahn, U-Bahn) zur Station Tøyen und zu Fuß zum Munchmuseum. Dieses war bereits ab 17 Uhr geschlossen, und wir waren gerade ein paar Minuten später am Ziel. Naja, muss der Besuch halt vertagt werden.

Drei Stationen T-Bane zum Parlament und ein kurzer Fußmarsch führten uns zum Hotel, wo wir eine Erholungspause einlegten. Etwas später am Abend gingen wir zu den relativ neuen Stadtteilen Aker Brygge und Tjuvholmen und studierten die Speisekarten der Lokale an der Hafenfront. Wir entschieden und für Jamies Italian, wo wir für köstliche Linguine mit Shrimps und eine ebenso gute Tuscan Pizza (mit Fenchelsalami, Oliven und Parmesan), ein frisch zubereitetes Hausgetränk und ein Bier etwas mehr als 50 Euro zahlten. Auf Empfehlung des Kellners aßen wir noch in der nahegelegenen Gelateria Paradis (kein Tippfehler, sondern norwegisch) je eine Tüte mit einer großen Kugel Eis um zusammen schmerzhafte neun Euro.

Astrup Fearnley Museum

Aker Brygge mit Rathaustürmen

Festsaal des Rathauses – Vergabeort der Friedensnobelpreise

Oslo Hauptbahnhof – Bronzetiger auf dem Vorplatz

Parlamentsgebäude Storting

Ankunft in Bygdøy

Stabkirche

Stabkirche – Detail Innenraum

Stabkirche – Apsis

Kornspeicher

 

Kornspeicher

Deck der Fram

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